Stille Seminar
11. Mai 2010 von St. Jakobi
Nach einer Studie des Umweltbundesamtes ist Lärm einer der Faktoren für eine ganze Reihe von Zivilisationskrankheiten wie Bluthochdruck oder Ohrgeräusche (Tinnitus). Eine Reihe christlicher Kirchen und Verbände haben daher das Jahr 2010 zum „Jahr der Stille 2010“ ausgerufen. In diesem Rahmen wird Ralf Mühe in unserer Gemeinde am Samstag, den 29. Mai ein Seminar zu „Vom Lärm zur Stille” durchführen. Der Zeitrahmen: 10.30 Uhr – 16.30 Uhr.
Bitte melden Sie sich zur Planung dieses Tages im Gemeindebüro an. Die Seminargebühr beträgt ein Salat (für das Mittagessen) oder ein Kuchen.
Was meinen wir mit „Stille“? Wann wird sie zur Erholung und wodurch wird sie bedrückend? Der natürliche Hörvorgang ist durch seine fein abgestimmten Mess- und Regeltechniken faszinierend. Das Gleiche lässt sich über das geistliche Hören auf Gott sagen. Hören auf Gott braucht ein Umfeld der Stille. Wie kommen wir in der Hektik des Alltags zu einer rezeptiven Stille?
Der Referent, Ralf Mühe, unterstützt Kirchen und Freikirchen in ihrem Bestreben nach einem authentischen christlichen Leben. Er ist verheiratet und hat 5 Kinder. Seit 1978 arbeitet er beim Missionswerk Bibellesebund, dem deutschsprachigen Zweig von Scripture Union. Die Organisation arbeitet in über 140 Ländern der Erde.
Inhalt Stille-Seminar:
1. Vom Lärm zur Stille
Mit dieser Einführung spüren wir dem Begriff der Stille nach. Was ist damit gemeint? Warum ist Stille für uns so wichtig? Und wann wird sie quälend? Akustische Hörbeispiele und interaktive Elemente sorgen für einen kurzweiligen Zugang zu diesem Thema.
2. Das natürliche Hören und das Hören auf Gott
Was geschieht eigentlich, wenn wir hören? Der Vorgang des Hörens sensibilisiert uns für die geniale Beschaffenheit unserer für die Akustik konstruierten O(h)rgane. Weshalb können wir trotz gesunder Hörfähigkeit dennoch oft nicht Gott hören? Wie spricht er zu uns? Wie können wir unsere innere Hörbereitschaft optimieren?
3. Gestaltete Stille
In unserer technisierten Welt kennen wir kaum noch Stille. Wir haben es geschafft, Zeiträume effektiver auszunutzen, doch oft auf Kosten des inneren Gleichgewichts. Verschiedene Vorschläge, Zeiten der Stille in einem vom Stress gezeichneten Alltag zu integrieren, ermutigen zu einem bewussteren Lebensstil. Kürzere interaktive Einheiten bieten Gelegenheiten zu eigenen Erfahrungen von Stille.
4. In Hörbereitschaft
Das Hören auf Gott braucht geübte Sinne, aber es ist keine Typfrage. Welche Kriterien gibt es, die uns darin sicher machen, tatsächlich Gott und nicht auf die eigenen Wünsche oder auf verführerishe Stimmen zu hören? Die drei Phasen des natürlichen Hörens, „das Hörereignis wahrnehmen, filtern und umsetzen“ werden auf das geistliche Hören umgemünzt und ausgewertet.